Könige, Magier, Weise: Geschichte und Mythos

Aus der Geschichte des Abendlandes sind die „Drei Weisen aus dem Morgenlande“ nicht mehr wegzudenken. Die wunderschöne biblische Geschichte von den Königen, die dem Kind in der Krippe huldigen und Geschenke bringen, hat die Menschen die letzten zwei Jahrtausende hindurch fasziniert.

 

Die Könige – Sterndeuter aus dem Osten

Die Bibel spricht von „Magiern aus dem Morgenland“. Sie waren wahrscheinlich Sterndeuter am Königshof in Mesopotamien. Ihren astronomischen Berechnungen nach war der Stern Vorbote eines großen Heilsereignisses. Daher folgten sie ihm bis zu dem Stall, in dem Jesus geboren wurde.

Der Stern

Der Stern von Bethlehem könnte einer Theorie von Johannes Kepler zufolge eine spezielle Konstellation von Jupiter und Saturn gewesen sein: Die Laufbahnen dieser zwei Planeten waren so nahe aneinander, dass sie den Eindruck eines einzelnen strahlenden Sternes ergaben.

Die Gaben – Gold, Weihrauch und Myrrhe

Die Gaben der Heiligen Drei zählten damals zu den kostbarsten Handelsgütern. Weihrauch und Myrrhe sind wohlriechende Harze, die im Orient bei kultischen Handlungen verwendet wurden. Gold war seit jeher das Geschenk für Königssöhne.

Die Namen – Caspar, Melchior und Balthasar

Caspar („Schatzmeister“), Melchior („Mein König ist Licht“) und Balthasar („Schütze sein Leben“) wurden erst im 5. Jahrhundert durch die Überlieferung zu den „Heiligen Drei Königen“. Jeder von ihnen stand für einen der damals bekannten Erdteile (Afrika, Asien und Europa).

Der Brauch – „es kleiden sich drei Männer wie Könige …“

Im Mittelalter begannen die bis dahin sehr verbreiteten Neujahrssinger in die Rollen von Caspar, Melchior und Balthasar zu schlüpfen. Das Sternsingen diente bereits damals dazu, die Not der Menschen zu lindern. Ab dem 16. Jahrhundert war der Brauch den Schülern, Studenten und Handwerksburschen vorbehalten, die mit den Spenden für ihre Darbietung ihre materielle Not linderten. Heute sind rund 2/3 der Sternsinger/innen Mädchen.

 

Der Segen für das ganze Jahr: 20 – C+ M+ B – 12

„Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“: Die Sternsinger/innen bringen den Segen für das neue Jahr in Haushalte und Familien. Der Segenswunsch am Türstock gibt jedem Menschen, der ein- und ausgeht, ein „Gott ist mit Dir“ mit auf den Weg und begleitet durch das ganze Jahr. Den Wunsch nach einem gesegneten Jahr tragen die Sternsinger/innen auch zu unseren Geschwistern in den Entwicklungsländern: Ein neues Jahr unter dem guten Stern eines liebenden Gottes wünschen die Sternsingerinnen und Sternsinger allen Menschen unserer Welt! Die drei Kreuze stehen für die Dreifaltigkeit. Seit alters her heißt es, dass jene Felder, über welche Sternsinger/innen gehen, doppelte Ernte tragen.

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